Was genau mich letztendlich dazu bewegte - und was ich gelernt habe...

„Ein Freiwilliges Sozialjahr? - Wieso willst du so etwas machen?“

„Ein Freiwilliges Sozialjahr? - Wieso willst du so etwas machen?“ - oder: „Verlierst du damit nicht ein Jahr?“ - oder: „Aha ein FSJ – aber das ist doch nicht wirklich Arbeit, oder?“.

26.07.2017

Von Hanna Sedlmayr (Teilnehmerin des Freiwilligen Sozialjahrs im BACH Bildungszentrum in Mödling)

Diese Fragen scheinen den Mitmenschen durch den Kopf zu gehen, wenn man darüber spricht ein Freiwilliges Soziales Jahr angehen zu wollen. Was genau mich selbst letztendlich dazu bewegte, mich bei der Diakonie für ein FSJ zu bewerben, sind verschiedene Gründe:

  • Einerseits war ich unglaublich froh darüber, nach der Matura und dem intensiven Lernstress endlich eine Pause zu haben. Ich freute mich unglaublich auf die Gewissheit, erstmal für längere Zeit fix beschäftigt zu sein, während meine Freunde noch im Trüben fischten, was ihre Zukunft anging.
  • Ein anderer Grund war, dass ich die 10 Monate als eine Art Prüfung für mich selbst ablegen wollte. Schon im Laufe der letzten beiden Schuljahre wurde mir mehr und mehr bewusst, dass ich, sobald ich berufstätig bin, im sozialen Sektor arbeiten möchte. Ich nutzte also die Gelegenheit, um in das Berufsfeld hinein zu schnuppern und intensivere Erfahrungen zu sammeln als bei meinen bisherigen Praktika oder Tageshospitationen.
Reza, Amir, Abuzar und Hannah lachend mit Baustellenhelmen
Reza, Amir, Abuzar und Hannah bei einer Exkursion ins Kraftwerk Freudenau

Inzwischen sind von den zehn Monaten, die ein FSJ in der Regel bei der Diakonie dauert, noch sieben Arbeitstage übrig. Es fällt mir schwer, ein Resümee zu ziehen, beim Gedanken an meinen allerletzten Tag habe ich einen Knoten im Magen.

Was wird mir von der Arbeit in Mödling bleiben?

Was sich zurückblickend auf jeden Fall sagen lässt, ist, dass ich an dieser Zeit und an den verschiedenen Aufgaben der letzten Monate als Mensch unglaublich gewachsen bin. Am Anfang meines Einsatzes war ich noch die nervöse Schülerin, die in die große gefährliche Arbeitswelt eintauchen soll. Jetzt fühle ich mich erwachsener und bereit, ein Studium anzutreten.

Jetzt fühle ich mich erwachsener und bereit, ein Studium anzutreten.

In meinen zehn Monaten hier bei BACH habe ich viel dazu gelernt. Zum Beispiel gehören

  • optimale Zeiteinteilung,
  • effizientes Arbeiten,
  • Selbstmanagement und das Verstehen von betriebsinternen Abläufen

inzwischen zum Arbeitsalltag. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran, dass es stressigere Tage im Büro gibt und man immer wieder unter Zeitdruck steht. Gemeinsam mit den Kollegen und Kolleginnen ist es im Team aber oft ein Leichtes, Projekte abzuschließen. Auf der anderen Seite hat man sehr oft die Freiheit, sich die Arbeit flexibel einzuteilen, was ein äußerst angenehmer Aspekt meiner Einsatzstelle war.

Man lernt sich als Person soweit zu organisieren, dass man auch mehrere Aufgaben unterschiedlicher Art zeitgerecht erledigen kann. Denn wenn man arbeitet, ist man jeden Tag auf eine andere Weise gefordert. Bei BACH waren immer die unterschiedlichsten Aufgaben zu bewältigen (Brote streichen, Glühbirnen wechseln, Regale und Schreibtische aufbauen, Telefondienst, Verwaltung von Excel-Listen uvm.). Mein Aufgabenbereich reichte also von einfachen Kopier- und Laminierarbeiten, zu administrativen Büroarbeiten, Korrekturarbeiten, Mitarbeit bei Festen, Projekttagen oder Workshops, Begleitungen bei Ausflügen und bis hin zu Hilfestellungen im Unterricht.

Ich habe durch mein FSJ dieses Jahr war auf keinen Fall verloren, sondern eines gewonnen.

Es machte mir großen Spaß, die vielen unterschiedlichen Teilnehmer und Teilnehmerinnen kennen zu lernen und mit ihnen über Verschiedenstes zu sprechen. Egal, ob man sich zwischen den Unterrichtseinheiten auf dem Gang trifft, oder bei Veranstaltungen mit ihnen zusammen am Buffet arbeitet – immer ist jemand zu einem Scherz aufgelegt und lockert die Stimmung auf.

Wie es eine FSJ-Kollegin nach unserem letzten Treffen so schön sagte, „Ich habe durch mein FSJ dieses Jahr war auf keinen Fall verloren, sondern eines gewonnen.“

ein handy mit dem whatsapp-Symbol
Foto: Pixabay

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