#luthertour2017 der Diakonie Bildung

Die Reise des „Herrn Luther“

„Herr Luther“ reiste anlässlich des Reformations-Jubiläumsjahres durch alle Schulen der Diakonie-Bildung und hat für ordentlich viel Gesprächsstoff gesorgt.

10.05.2017

Von Ruth Schelander-Glaser, Diakonie Bildung

Er misst zwar nur 120 cm, aber für viele Schülerinnen und Schüler der evangelischen Schulen in Wien und Niederösterreich war „Herr Luther“ gerade deshalb das größtmöglich zu ergatternde Selfie-Motiv seit langer Zeit. Wie viele Fotos mit Herrn Luther in den letzten Wochen wohl verschickt wurden?

  • „Herr Luther“ in einer Schulklasse der Diakonie Bildung
    Anlässlich des großen Reformationssjubiläums 2017 machte Martin Luther, in Form einer übergroßen Playmobil-Figur, in den Schulen der Diakonie Bildung Station.
  • „Herr Luther“ in einer Schulklasse der Diakonie Bildung
    Wer war Martin Luther?
  • „Herr Luther“ in einer Schulklasse der Diakonie Bildung
    Was ist die Reformation?
  • „Herr Luther“ in einer Schulklasse der Diakonie Bildung
    Was bedeutet Freiheit und Verantwortung heute?
  • Der ehrenamtliche Lernbetreuer Christoph Donnerbauer lernt gemeinsam mit einem Pflichtschulkind. (Foto: Diakoniewerk)
    Mit all diesen Fragen haben sich die Schulen der Diakonie-Bildung über mehrere Monate hinweg beschäftigt und viele Schüler*innen haben mithilfe ihrer Lehrer*innen tolle Projekte entwickelt.
  • Der ehrenamtliche Lernbetreuer Christoph Donnerbauer lernt gemeinsam mit einem Pflichtschulkind. (Foto: Diakoniewerk)
    Wie viele Fotos mit Herrn Luther in den letzten Wochen wohl verschickt wurden?
  • „Herr Luther“ in einer Schulklasse der Diakonie Bildung
    Herr Luther hat für ordentlich viel Gesprächsstoff gesorgt. (Foto: Diakonie Bildung)

Was heißt es heutzutage, für etwas einzustehen? Was hat Luther mit einem Apfel und einem Hammer zu tun? Warum sind wir Evangelischen in Österreich eine so kleine Gruppe? Was bedeutet eigentlich „Gnade“? Was waren Martin Luthers wichtige – und nachhaltige – Erkenntnisse und wo hat er auch Fehler begangen? Was ist da eigentlich passiert, vor 500 Jahren?

Mit all diesen Fragen haben sich die Schulen der Diakonie-Bildung über mehrere Monate hinweg beschäftigt und viele Schüler*innen haben mithilfe ihrer Lehrer*innen tolle Projekte entwickelt. Ein Apfelfest, ein Ateliertag zum Thema Reformation, Besuche von Pfarrer*innen, die erklärt haben, was „Evangelisch-Sein“ heute bedeuten kann, Bilder, Lutherkekse, selbstgepflanzte Apfelbäume, Theaterstücke, Hebräisch-Schreibkurse, Gespräche mit dem Wiener Superintendenten und vieles mehr.

„Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ soll Martin Luther vor dem Reichstag in Worms gesagt haben.

„Herr Luther“ in einer Schulklasse der Diakonie Bildung
Was ist die Reformation? Wer war Martin Luther? Was bedeutet Freiheit und Verantwortung heute? Anlässlich des großen Reformationssjubiläums 2017 machte Martin Luther, in Form einer übergroßen Playmobil-Figur, in den Schulen der Diakonie Bildung Station.

Er war kein Superheld, aber er widerstand den damals Mächtigen und ist von seiner Überzeugung, die er aus der Bibel gewonnen hat, nicht abgewichen: Die Gnade Gottes ist ein Geschenk – ich muss sie mir nicht verdienen. Ich bin angenommen und geliebt, so, wie ich bin. Mit allen Stärken und Schwächen.

Hier stand er, der Herr Luther. Mitten in unseren Schulen – manchmal in der Aula, manchmal am Eingang, manchmal in einem geschützten Winkel.

Hier stand die kleine, große Playmobilfigur, 500 Jahre nach der Reformation und hat – so stumm Herr Luther auch blieb – dennoch darauf aufmerksam gemacht, dass Evangelisch-Sein heute immer noch bedeutet, seine Stimme zu erheben gegen Unrecht, mutig zu leben und für seine Überzeugungen öffentlich einzustehen.

Mehr Informationen zu den Kindergärten, Schulen und Horte der Diakonie Bildung unter: http://bildung.diakonie.at