Zivildienst in der Diakonie

„Die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren und zu verändern“

Daniel ist seit Herbst 2015 Zivildiener im "Schloss Klaus - Diakonie in der Gemeinde". Er ist am Adelsmayrhof eingesetzt, ein alter Vierkanter, umgeben von Feldern in einer wunderschönen Landschaft. Das Gebäude bietet für eine Wohngemeinschaft mit Tagesstruktur ein Zuhause für Menschen mit psychischen Problemen.

20.04.2016
Zivildiener Daniel beim Schreddern
Daniel bei der Arbeit

Ich habe Daniel gefragt welche Erfahrungen er bis jetzt in seinem Zivildienst gemacht hat:

Warum hast du dich für den Zivildienst entschieden?

„Für mich ist das Bundesheer nie in Frage gekommen, da ich nicht von der Notwendigkeit dieses Dienstes überzeugt bin. Hingegen als Zivildiener habe ich die Möglichkeit eine soziale Institution zu unterstützen. Außerdem ist es ein Weg, einen Einblick in die Arbeit im Sozialbereich zu bekommen.“

Was gefällt dir an deiner Arbeit?

„Ich durfte im Laufe der letzten Monate so viel dazu lernen (handwerklich wie sozial) und auch Neues über mich lernen. Auch wenn der Ablauf des Tages vorgegeben ist, gibt es doch immer neue Überraschungen und Herausforderungen die gemeinsam bewältigt werden.“

Kannst du uns von einem Erlebnis berichten, dass dir besonders Spaß gemacht hat?

„Wir haben über mehrere Monate hinweg in unserer Scheune eine kleine Wohnung hingebaut. Die Möglichkeit dabei vom Rohbau bis vor kurzem zum Bodenlegen dabei sein zu dürfen, miterleben zu dürfen wie so eine Wohnung langsam entsteht und mit den verschiedenen KlientInnen daran zu arbeiten war ein schönes Erlebnis.“

Was macht dir bei der Arbeit Spaß?

„Die Zusammenarbeit mit unseren KlientInnen, bzw. den anderen MitarbeiterInnen in der Werkstatt, sowie die Möglichkeit Dinge auszuprobieren und zu verändern.“

Wie schaut dein Tag aus? Was sind deine Aufgaben?

„Dadurch, dass ich direkt am Adelsmayrhof wohne, beginnt mein Tag mit den KlientInnen beim Frühstück. Nach einer Andacht und einem Spaziergang geht es dann in die Werkstatt. Auf ein gutes Mittagessen folgt dann das Nachmittagsprogramm für unsere KlientInnen. Der Tag endet dann genauso wie er angefangen hat: mit einem Essen unter den BewohnerInnen.
Ich hab drei große Aufgabenbereiche: das Heizen des Holzofens, Fahrtendienste und die Arbeit mit den KlientInnen in der Werkstatt.“

Wie gefällt es dir im Team und was hast du dazu gelernt?

„Ich fühle mich im Team sehr wohl. Durch den gemeinsamen Glauben und einer sehr Offenheit habe ich mich von Anfang an im Team wohlgefühlt. Ich habe in dieser Zeit sehr viel gelernt: Im sozialen Bereich, den Umgang mit unseren KlientInnen, fachlich durch Fortbildungen, Wissen über psychische Erkrankungen und handwerklich durch die Arbeit in der Werkstatt.“

Was machst du nach dem Zivildienst?

„Ich werde auf der FH in Hagenberg in studieren. Auch wenn dieser Ausflug in den Sozialbereich interessant war, sehe ich meine Begabungen und Interessen wo anders.“

Danke für das Interview!

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Hobbys?  Schwimmen, Volleyball, Rad fahren

SMS, WhatsApp oder Telefon?  WhatsApp

Geheimnisse habe ich vor…  so machen

Letztes gelesenes Buch:  Playing the enemy - Nelson Mandela and the Game that made a nation

Der letzte Song, den ich auf meinem MP3-Player gehört habe, war:  Sing, Pentatonix

Lieblingsgegend in Österreich:  Salzkammergut

Wenn ich eine Frau wäre, dann…   hätte ich wahrscheinlich eine andere Schule gewählt

Wenn ich heute zehn Millionen im Lotto gewonnen hätte, dann… würde ich mir ein paar kleine Träume verwirklichen und die Mehrheit zur Verbesserung der Welt verwenden

Du interessierst dich für den Zivildienst bei der Diakonie?

Österreichweit beschäftigt die Diakonie derzeit rund 200 Zivildiener! Du interessierst dich für unsere Arbeit? Informiere dich hier auf unserer Webseite oder schreib uns eine E-Mail an zivildienst@diakonie.at

Tipp: Erfahre mehr über die Erfahrungen unserer Zivildiener in unserer Blog-Serie „Hoffnungsträger in Zivil“