Von Gott und der Welt

Die Menschenfreundin

Sabine Oberhauser war freundlich und liebenswürdig, sie war offen und klug, und sie liebte die Menschen. Und sie hat uns gezeigt, dass Freundlichkeit, Liebenswürdigkeit, Offenheit, Ehrlichkeit und die Liebe zu den Mitmenschen auch politische Kategorien sind, die das Klima im Land verändern und den Menschen dienen können.

25.02.2017

Wir sind es gewohnt, sparsam mit allen Dingen umzugehen – nur nicht zu viel Emotion zu zeigen, als ob alles im Leben nur in einem beschränkten Maße zur Verfügung stünde. Sabine Oberhauser hat uns durch ihr Leben gezeigt, dass es Dinge gibt, die beständig mehr werden, je mehr man sie gebraucht. Ihre Freundlichkeit war ansteckend, und ihr Charme und ihr Strahlen haben selbst hart gesottene Verhandler und politische Gegner nicht unberührt gelassen.

Sabine Oberhauser hat uns durch ihr Leben gezeigt, dass es Dinge gibt, die beständig mehr werden, je mehr man sie gebraucht.
Michael Chalupka, Diakonie-Direktor

Die große Anteilnahme und die große Betroffenheit, die ihr Tod hervorruft, ist eine Antwort auf die Aufmerksamkeit, die sie jeder und jedem, der das Glück hatte, sie kennenlernen zu dürfen, geschenkt hat. Die große Sympathie in all der Trauer, die zu spüren ist, ist eine Antwort auf die Liebenswürdigkeit, die sie ausgestrahlt hat.

Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit waren bei ihr kein Gegensatz zu Durchsetzungsstärke und dem entschiedenen Eintreten für Gerechtigkeit. Im Gegenteil war sie selbst ein Beispiel dafür, wie schön und strahlend die Welt sein kann. Sabine Oberhauser wird fehlen. Ihre Art, Politik und Menschenliebe zu vereinen, wird ein Vorbild bleiben.

„Von Gott und der Welt“, die Kolumne von Michael Chalupka, erscheint jeden Samstag in der „Krone".