Von Gott und der Welt

Die Bibel als Lebensretter!

Die Bibel in der Brusttasche hat einem Busfahrer in Dayton im US-Bundesstaat Ohio das Leben gerettet.

01.03.2014
Bibelausgaben, die auf einer Kirchenbank liegen (Foto: Pixabay)

Bei einem Überfall wurde der Mann angeschossen, überlebte aber wie durch ein Wunder. Zwei Projektile prallten von der Bibel, die er in seiner Brusttasche stecken hatte, ab. „Es traf mich wie ein Hammerschlag“, meinte das Opfer nüchtern. Polizeisprecher Michael Pauley aber stimmte vor Journalisten einen feierlicheren Ton an: Vermutlich habe es bei dem Vorfall eine göttliche „Intervention" gegeben. Das mag wohl so sein. Aber es scheint, dass Gott sich bei seinen Interventionen verschiedener Instrumente bedient.

Im Oktober letzten Jahres rettete ein Smartphone, an dem eine Kugel abprallte,  einem Tankwart das Leben.

Auf Bibeln sollte draufstehen: „Bibellesen kann ihr Leben retten!“
Michael Chalupka, Diakonie-Direktor

Eines ist sicher: In den USA haben zu viele Menschen Zugang zu Waffen, und es wird zu viel geschossen. Wenn mehr Menschen die Bergpredigt ernst nehmen würden, in der es heißt „Selig sind die Sanftmütigen“, wenn die Waffengesetze in den USA so streng wie in Europa wären und die sozialen Gräben nicht gar so groß, dann gäbe es wohl auch nicht so viele Geschichten von der wundersamen Errettung nach Schießereien.

Die Botschaft der Gewaltlosigkeit und Sanftmütigkeit der Bibel, die in den Herzen getragen wird, kann mehr Menschenleben retten als ein gedrucktes Exemplar, das zufälligerweise vor dem Herzen getragen einer Pistolenkugel in die Quere kommt. Auf Bibeln sollte draufstehen: „Bibellesen kann ihr Leben retten!“

„Von Gott und der Welt“, die Kolumne von Michael Chalupka, erscheint jeden Samstag in der „Krone".