Hoffnungsträger in Zivil

Der Weg zur Schule

Seit März macht Lukas (19) seinen Zivildienst bei der Diakonie de La Tour. Er begleitet und unterstützt in der „WG Kids“ Mädchen und Buben in Krisensituationen.

31.07.2015
Zivildiener Lukas bei seiner Arbeit in der „WG Kids“ Mädchen und Buben in Krisensituationen.
Lukas begleitet und unterstützt in der „WG Kids“ Mädchen und Buben in Krisensituationen.

Lukas‘ Dienst beginnt jeden Tag um sieben Uhr früh. Sein erster Weg führt ihn in eine Volksschule in der Nähe von Klagenfurt. Hier bringt er den siebenjährigen Peter* (* Name geändert) zur Schule. „Ich begleite die Kinder zur Schule und hole sie wieder ab, mache Fahrtendienste oder erledige Besorgungen. Ich gestalte auch das Freizeitprogramm mit und helfe überall, wo die BetreuerInnen Unterstützung brauchen“, erzählt der Neunzehnjährige von seiner Arbeit.

Seit zwei Monaten ist Lukas Zivildiener in der „WG Kids“, einer Wohngemeinschaft für Kinder und Jugendliche, welche momentan zwischen sieben und dreizehn Jahre alt sind.

Auch einmal ‚Nein‘ sagen

Die sozialpädagogische Wohngemeinschaft gehört zur Diakonie de La Tour in Klagenfurt. Hier wird für Kinder aus defizitären sozialen Verhältnissen eine stabile Umgebung geschaffen. Durch entsprechende pädagogische Arbeit und Fördermaßnahmen wird eine positive emotionale und soziale Entwicklung angestrebt. Die Angehörigen werden dabei stets mit einbezogen.

Lukas hat von der Arbeit der Diakonie über einen Schulkollegen erfahren. Seit März ist er Teil des 11-köpfigen multiprofessionellen Teams, das aus neun MitarbeiterInnen, einer Freiwilligen und ihm als Zivildiener besteht. Bereits in der ersten Wochen hat sich ein kleines Highlight abgezeichnet, von dem Lukas begeistert erzählen kann: „Drei Kindern der Gruppe habe vor kurzem den Fahrradführerschein gemacht – die ersten in der WG. Wir haben gemeinsam die Straßenverkehrsregeln gelernt und im Hof oder im Parcours das Radfahren geübt.“

Auch seine persönliche Zwischenbilanz fällt positiv aus: „Am meisten Spaß hat mir die Arbeit mit den Kindern gemacht. Ich konnte viele Erfahrungen sammeln und habe auch gelernt, was es heißt, einmal streng zu sein, ‚nein‘ zu sagen und Regeln aufzustellen.“

Der Arbeit mit Kindern und dem Weg zur Schule bleibt der junge Kärntner übrigens auch in Zukunft treu: Im September geht er nach Graz, um sein Lehramt-Studium zu beginnen.

Du interessierst dich für den Zivildienst bei der Diakonie?

Österreichweit beschäftigt die Diakonie derzeit rund 200 Zivildiener! Du interessierst dich für unsere Arbeit? Informiere dich hier auf unserer Webseite oder schreib uns eine E-Mail an zivildienst@diakonie.at

Tipp: Erfahre mehr über die Erfahrungen unserer Zivildiener in unserer Blog-Serie „Hoffnungsträger in Zivil“