Von Gott und der Welt

Der Osterhase nach Ostern

Was macht der Osterhase nach Ostern?

21.04.2018
Ein Feldhase im Wald (Foto: Pixabay)
Doch wie kommt eigentlich der Osterhase in den Osterfestkreis? In der Bibel kommt er nicht vor. (Foto: Pixabay)

Man hört und sieht ja das ganze übrige Jahr nichts von ihm. Einzeln und einsam liegen noch hier und dort Schokoladeosterhasen mit abgebissenen Ohren herum. Das war‘s dann aber auch bis zum nächsten Jahr. Doch wie kommt eigentlich der Osterhase in den Osterfestkreis? In der Bibel kommt er nicht vor. Er hoppelt nicht ums leere Grab und spielt auch in den Erzählungen über die Auferstehung keine Rolle.

In früheren Zeiten gab es den Brauch auf Ostereier sogenannte Drei-Hasen-Bilder zu malen. Die Hasen springen so im Kreis, dass ihre Ohren ein Dreieck bilden. Darunter steht geschrieben. „Der Hasen und der Löffel drei, und doch hat jeder Hase zwei“. Von der Seite betrachtet sieht man eben nur drei Ohren, die ein Dreieck bilden, das Symbol für die Dreifaltigkeit, die Trinität. Der Osterhase ist also ein Symbol für die Heilige Dreifaltigkeit.

Gott selbst lebt den Menschen die Gemeinschaft vor. Daran erinnert uns der Osterhase, auch nach Ostern.

Die Trinität gehört zu den schwereren Glaubensvorstellungen. Christen glauben ja nur an einen Gott, der sich ihnen in der Geschichte in verschiedener Weise offenbart hat. An Gott, den Vater, der die Welt geschaffen hat, an den Sohn, der Mensch geworden ist und an den Geist, der uns im Heute begleitet und inspiriert. Die Trinitätslehre denkt Gott nicht statisch und unbewegt, sondern als ein lebendiges Beziehungsgeschehen. Gott selbst lebt den Menschen die Gemeinschaft vor. Daran erinnert uns der Osterhase, auch nach Ostern.

„Von Gott und der Welt“, die Kolumne von Michael Chalupka, erscheint jeden Samstag in der „Krone".