Die 21. Diakonie-Dialoge in Linz begeisterten mehr als 500 BesucherInnen

Demenz als gesellschaftliche Herausforderung von heute

Leben mit Demenz gemeinsam gestalten - so lautete das Thema der diesjährigen Diakonie-Dialoge in der voestalpine Stahlwelt Linz.

26.06.2015
Besucher bei den Diakoniedialogen 2015
Das Symposion war ein Publikumsmagnet: 500 Interessierte waren dabei.

 „Ene, mene, mu – dement bist Du!“ drückt auf sehr direkte Art aus, was es scheinbar ist – Schicksal für jede/n einzelne/n. Das Thema Demenz berührt – nicht zuletzt weil wir oft persönlich bzw. als Angehörige betroffen sind und uns zumal als hilflos erleben.

Demenz entwickelt sich zu einer bedeutenden sozialen, politischen, ökonomischen und humanitären Herausforderung, dessen waren sich die Referentinnen und Referenten der 21. Diakonie-Dialoge gestern in der voestalpine Stahlwelt einig. Mehr als 500 Besucherinnen und Besucher, darunter vor allem Fachkräfte aus der Seniorenarbeit und betroffene Angehörige, folgten den Vorträgen der ExpertInnen.  Das Thema wurde nicht zuletzt aufgrund seiner Aktualität und gesellschaftlichen Relevanz gewählt, sondern auch, weil das Diakoniewerk für eine inklusive Gesellschaft eintritt und das auch breit thematisieren will. Was bedeutet das mit Blick auf Menschen mit Demenz? Bedeutet Demenz an den gesellschaftlichen Rand gedrängt zu werden, und wie kann Inklusion gelingen? Diesen Fragen und vielen mehr widmete man sich sehr ausführlich.

"Als Diakonie in Österreich vertreten wir die Ansicht, dass Altern und Demenz nicht als Belastung gesehen werden darf. Vielmehr treten wir für eine Enttabuisierung des Themas Demenz ein und damit für eine umfassende Sensibilisierung der Bevölkerung für die Anliegen der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Wir müssen alles tun, damit sie in der Mitte der Gesellschaft ihren Platz finden und behalten“, betonte Rektorin Mag. Christa Schrauf in der Eröffnungrede.

Den vier ReferentInnen des Symposions zufolge liegt es an uns, die Bilder, welche wir von Menschen mit Demenz im Kopf haben, zu verändern. Bis jetzt scheint Demenz leider ein Beispiel für Exklusion zu sein. 

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