13 Sozialreportagen, die Menschen eine Stimme geben, die keine Lobby haben.

BUCHTIPP: Die Armen von Wien

13 Sozialreportagen, die Menschen eine Stimme geben, die keine Lobby haben. Von Uwe Mauch

06.10.2016
Ein Mann liest das Buch, mit dem Buchcover vor dem Gesicht
Bei der Buchpräsentation am 5.Oktober 2016 waren die Hauptpersonen aus dem Buch anwesend. (Foto: Michael Mazohl)

Uwe Mauch, ist Journalist und versteht sich in der Tradition von Max Winter, der die ersten „Sozialreportagen“ zu Armut in Wien in den 1890er Jahren verfasste. In den letzten Monaten traf Uwe Mauch „die Armen von Wien“.

 

Im Stadtbild fallen sie kaum auf, - aber es gibt sie.

schreibt Mauch.

Der Autor hat zwei Jahre lang sehr genau hingeschaut. Denn er wollte ihnen mit seinem neuen Buch eine Stimme geben.

Menschen, die manifest arm sind, gab und gibt es auch in einer der wohlhabendsten Städte der Welt. In Wien. - Wir sprechen von 184.000 Betroffenen. Und sie haben keine Lobby.

Uwe Mauch hat einen Mann getroffen, der seit Jahren täglich im Rollstuhl auf der Friedensbrücke saß, und dort mit Betteln sein Auskommen fristete. Sein Schicksal macht sehr betroffen.

Genauso wie das der Patienten und Patientinnen von AmberMed, (einer Ambulanz von Diakonie und Rotem Kreuz), wo ehrenamtliche Ärzte und Ärztinnen seit 12 Jahren Menschen ohne Krankenversicherung versorgen.

„Krank ohne Krankenversicherung – das schwächt selbst die Stärksten, macht kraftlos, müde, niedergeschlagen, anfällig für Immunkrankheiten. Man sieht den Wartenden an, dass sie in Not sind“, schreibt Mauch in seiner Geschichte, die er mit „Diagnose: Verzweiflung“ betitelt hat.

Mauch hat auch eine Winternacht mit Obdachlosen verbracht, einen Tag in der Schuldnerberatung miterlebt und mit Langzeitarbeitslosen und Fremden - ob Gastarbeitern oder Flüchtlingen - gesprochen.

In einer Reportage erzählt Mauch von einem gekündigten Techniker, einem von 30.000 Personen in Wien, die älter als 50 sind und für die es keine Arbeit mehr gibt. Viele von ihnen wurden von Firmen, für die sie jahrelang tätig waren, als humaner Ballast, als überflüssige Kostenfaktoren aussortiert. Den Schmerz des Scheiterns vermittelt in einer anderen Geschichte ein „Augustin“-Verkäufer, aber auch den ungebrochenen Willen, ins Leben zurückzukehren.

Das Buch enthält 13 Sozialreportagen sowie Fotos, die während der Recherchen entstanden sind. Außerdem: ein Interview mit dem Armenforscher und Sozialexperten der Diakonie Österreich, Martin Schenk.

Buch bestellen und AmberMed unterstützen

2,00 € des Verkaufspreises gehen an  Amber-Med. -  Hier können Sie das Buch bestellen

Wir danken dem ÖGB-Verlag ganz herzlich!