Von Gott und der Welt

Bluthochdruck

Bluthochdruck ist in Österreich eine Volkskrankheit. Jeder vierte Österreicher und jede vierte Österreicherin leiden an dieser heimtückischen Krankheit, die meist keine Symptome hat, aber unbehandelt zu schweren Folgeerkrankungen führen kann.

26.09.2014
Blutdruckmessgerät

Nun scheint ein Gegenmittel gefunden zu sein, wie eine US-amerikanische Studie herausgefunden zu haben meint:

Eine ehrenamtliche Tätigkeit übt offenbar einen ausgesprochen positiven Effekt auf den Blutdruck aus. -  Ab einem Minimum von 200 Stunden freiwilligen Engagements pro Jahr verringerte sich laut der Studie die Gefahr für Bluthochdruck um 40 Prozent. So steht's in der Fachzeitschrift „Psychology and Aging“.

Allerdings leisten, laut Sozialministerium, fast 50% aller Österreicherinnen und Österreicher über 15 freiwillige Arbeit, engagieren sich in Sport- und Musikvereinen, Pfarrgemeinden, beim Roten Kreuz, der Caritas oder der Diakonie. Dass aber gerade alle diese Ehrenamtlichen keine Blutdruckprobleme hätten, scheint unwahrscheinlich. Dazu wird in den Vereinen zu gerne gefeiert und dabei gut gegessen und getrunken.

Aufopfernder Bürgersinn und ausufernde Geselligkeit gehen hierzulande gerne Hand in Hand. Freiwilligenarbeit auf Krankenschein macht also wenig Sinn. Aber sie hilft dabei, nette Menschen zu treffen, mehr Sinn im Leben zu sehen und rundum ausgeglichener zu werden. Doch das wissen die Österreicher auch ohne Studie.

„Von Gott und der Welt", die Kolumne von Michael Chalupka, erscheint jeden Samstag in der Kronenzeitung.