Wie Hühner Zukunftsträume wecken

Erstellt von Heike Ehlers, am 9. November 2016.
Tags: Entwicklungshilfe, Brot für die Welt, Frauen, Spenden
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In der Region Insiza in Simbabwe fiel seit zwei Jahren kein Regen. Beim harten Überlebenskampf bleiben Kinder mit Behinderungen meist auf der Strecke. Doch Brot für die Welt hilft gemeinsam mit der Organisation "Jairos Jiri Association" – selbst in den entlegensten Dörfern. Brot für die Welt-Mitarbeiterin Heike Ehlers berichtet von ihrem Projektbesuch Mitte Oktober.
Maryden und ihre Großmutter blicken in die Kamera
Maryden und ihre Großmutter werden von Brot für die Welt unterstützt.
In der Region Insiza in Simbabwe fiel seit zwei Jahren kein Regen. Beim harten Überlebenskampf bleiben Kinder mit Behinderungen meist auf der Strecke. Doch Brot für die Welt hilft gemeinsam mit der Organisation "Jairos Jiri Association" – selbst in den entlegensten Dörfern. Brot für die Welt-Mitarbeiterin Heike Ehlers berichtet von ihrem Projektbesuch Mitte Oktober.
Maryden und ihre Großmutter blicken in die Kamera
Maryden und ihre Großmutter werden von Brot für die Welt unterstützt.

Grün ist die Farbe der Hoffnung, heißt es. Doch in der Region Insiza in Simbabwe hat es seit zwei Jahren keinen Regen mehr gegeben. Staub und vertrocknete Dornenbüsche soweit das Auge reicht. Grüne Farbflecken gibt es in dieser Landschaft nur selten. Auch die Hoffnung scheint durch die erbarmungslose Trockenheit und völlige Armut in vielen Gesichtern gestorben.

Weil es keine Arbeit, nicht ausreichend zu essen und keine Zukunftsperspektiven gibt, flüchtet die junge Generation ins benachbarte Südafrika. Doch der Traum auf ein besseres Leben erfüllt sich dort nicht. Frauen werden in die Prostitution gedrängt, Männer verdingen sich als Tagelöhner. Die Aidsrate ist erschreckend hoch. So hoch, dass viele der Geflüchteten nicht wieder lebend heimkehren. Zurück bleiben die Großeltern, die sich um ihre Enkelkinder kümmern. Maryden ist eines jener vielen Waisenkinder, deren Eltern die Diaspora in Südafrika nicht überlebt haben. In ihrer Großfamilie tragen viele Kinder dieses schwere Schicksal. Mehrere ihrer Cousins und Cousinen zählen zu den so genannten Aidswaisen.

Das Haus von Maryden und ihre Großmutter
Das Haus von Maryden und ihre Großmutter

Marydens Großmutter lädt uns in ihre Küche ein. Die traditionelle Küche ist ein Rundbau aus Lehm mit Strohdach. In der Mitte des Raums lodert am Boden eine Feuerstelle, an der Wand sind ein paar Teller aufgestellt. Möbel, Elektrizität, fließendes Wasser oder ein Backofen? Diese Luxusguter gibt es in Insiza nicht. Ich frage mich, wie die Menschen hier ohne Arbeit, ohne medizinische Versorgung und ohne jegliche Möglichkeit den Boden fruchtbar zu machen überhaupt existieren können.

Für ein Leben in Würde

Wer so hart ums Überleben kämpft, hat keine Möglichkeit auf spezielle Förderprogramme für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Doch es gibt jemanden, der selbst unter diesen harten Bedingungen jene nicht vergisst, die für ein selbstständiges Leben in Würde individuelle Unterstützung brauchen. Brot für die Welt und ihre Partnerorganisation Jairos Jiri Association (JJA) bringen wieder Hoffnung in die entlegensten Dörfer und helfen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderungen ein möglichst autarkes Leben zu führen.

Auch Maryden und ihre Großmutter wurden ins Programm aufgenommen. Maryden hat Downsyndrom. Früher war das Mädchen sehr unselbstständig und führte ein trostloses Dasein. Es ist schön zu sehen, dass sich seit ihrer aktiven Teilnahme an Gruppentherapieangeboten ihre Fähigkeiten stark erweitert haben. Heute kann sich die 24-Jährige eigenständig um ihre Körperhygiene kümmern und hat auch im Haushalt viele Aufgaben übernommen.

Mit einem Kleinkredit von JJA haben Maryden und ihre Großmutter 50 Hühner angeschafft.
Mit einem Kleinkredit von JJA haben Maryden und ihre Großmutter 50 Hühner angeschafft.

Mit einem Kleinkredit von JJA haben Maryden und ihre Großmutter 50 Hühner angeschafft. Weiß, braun und grau sind die Federn der gackernden Tiere. Maryden arbeitet fleißig beim Füttern, Reinigen des Hühnerstalles sowie den Budgetplänen mit und lernt auf diese Weise immer mehr Verantwortung für sich selbst und andere Lebewesen zu übernehmen. Die Tiere nutzen Mayrden und ihrer Oma dreifach: Zum einen fördern sie die Fähigkeiten des Mädchens mit Downsyndrom, zum anderen sichert der Verkauf der Hühner am nächstgelegenen Markt und in der Nachbarschaft das Überleben in der verarmten Trockenregion. Und: Es macht den beiden einfach Herzensfreude die Hühnerschar um sich zu haben.

Sogar Zukunftsträume sind durch den Erfolg des Projekts lebendig geworden: „Wir träumen davon, als nächstes Ziegen zu kaufen“, erzählen sie. „Ziegen sind sehr genügsam und kommen selbst im trockenen Busch durch. Wir könnten damit für die ganze Familien viel Gutes tun.“

Ihre Spende lässt Träume wahr werden!

Während wir in Österreich von einer größeren Wohnung, einem tollen Auto oder einem schönen Urlaub träumen, träumen Menschen in Simbabwe von einem Huhn oder einer Ziege.

Mit 10,- Euro für ein Huhn oder 30,- Euro für eine Ziege lassen Sie den Traum von einem notleidenden Menschen mit Behinderung in Simbabwe wahr werden. Danke!

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