Kenianischer Fussball-Nachwuchs zu Besuch in Wien

Erstellt von Georg Huttora, am 9. September 2016.
Tags: Entwicklungshilfe, Kinder, Jugend, Fussball, Brot für die Welt
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Die U11-Mannschaft der Acakoro Football Academy aus Nairobi ist zu Gast in Wien. Die Nachwuchsfußballer verteidigen nicht nur ihren Meisterschaftstitel, sondern zeigen auch, wie das Entwicklungshilfeprojekt „Hope for Future“ bessere Zukunftschancen ermöglicht.
Ein Spieler der U11-Mannschaft der Acakoro Football Academy
Freundschaftsspiel: Die Acakoro-Elf den Rapid-Nachwuchs an diesem Tag mit 7:4 geschlagen
Die U11-Mannschaft der Acakoro Football Academy aus Nairobi ist zu Gast in Wien. Die Nachwuchsfußballer verteidigen nicht nur ihren Meisterschaftstitel, sondern zeigen auch, wie das Entwicklungshilfeprojekt „Hope for Future“ bessere Zukunftschancen ermöglicht.

„So einen Rasenplatz haben wir noch nie gesehen.“ Fast ungläubig bestaunen zwölf Kinder das schöne Grün im neuen Allianz Stadion des SK Rapid in Wien. Die Nachwuchs-Kicker gehören zur U11 der Acakoro Football Academy, die Teil eines Entwicklungshilfeprojektes von Brot für die Welt, einer Schwesterorganisation der Diakonie Österreich, ist. „Hope for Future“, so der Name des Projektes verhilft Kindern aus Korogocho, einem der größten Slums Nairobis, zu einer besseren Zukunft. 117 Kinder, Mädchen und Burschen zwischen 7 und 17 Jahren, werden in der Fußball-Akademie von einem zehnköpfigen österreich-kenianischen Team betreut. Sie bekommen regelmäßige Mahlzeiten und erhalten eine schulische Ausbildung.

„Von solchen Plätzen können wir nur träumen“, erzählt Stefan Köglberger, Trainer und Leiter der Akademie. „Wir trainieren hauptsächlich auf Erdplätzen, manchmal auch auf Rasen. Das ist aber eher ein Acker“.

Und trotzdem. Die fünf Nachwuchsmannschaften der Akademie zählen zu den stärksten Kenias. Auch international kann man mithalten. Beim österreichischen Donau-Auen-Cup, einem der größten Nachwuchsturniere Europas, konnte die U11 im letzten Jahr den Sieg davon tragen – vor Mannschaften wie FC Barcelona oder Juventus Turin.

  • Kenianischer Fussball-Nachwuchs zu Besuch in Wien
    Die U11-Mannschaften von SK Rapid und der Acakoro Football Academy,
  • Die U11-Mannschaft der Acakoro Football Academy kurz vor Spielbeginn
    Kurz vor dem Ankick - Einstimmung auf das Freundschaftsspiel
  • Acakoro Football Academy zu Gast im Rapid Stadion
    "Von solchen Plätzen können wir nur Träumen“, erzählt Stefan Köglberger, Trainer und Leiter des Akademie.„Wir trainieren hauptsächlich auf Erdplätzen, manchmal auch auf Rasen. Das ist aber eher ein Acker“.
  • Die U11-Mannschaft der Acakoro Football Academy sitzt im Rasen
    Die U11-Mannschaft der Acakoro Football Academy sitzt im Rasen

Heuer möchte Acakoro den Titel verteidigen. Den Besuch in Österreich nützt die Mannschaft, um Kontakte zu heimischen Nachwuchsakademien aufzubauen. Die des SK Rapid Wien ist eine davon. So wurde ein Freundschaftsspiel zwischen beiden U11-Mannschaften vereinbart und die Kinder durften in einer exklusiven Tour das brandneue Allianz Stadion besichtigen. Nicht nur die Begeisterung ist groß - auch die Motivation:

„Wenn wir fleißig trainieren können wir vielleicht auch einmal in einem so tollen Stadion spielen“, erklären die Kinder. Die Chancen stehen gar nicht schlecht. Immerhin hat die Acakoro-Elf den Rapid-Nachwuchs an diesem Tag mit 7:4 geschlagen.

Die fünf Nachwuchsmannschaften der Acakoro Football Academy zählen zu den stärksten Kenias.

„Viele der Kinder sind talentiert, haben Ehrgeiz. Einige schaffen auch vielleicht einmal den Sprung in Profiligen. Aber uns ist die schulische Ausbildung genauso wichtig“, erzählt Stefan Köglberger. „Damit haben die Kinder später eine viel höhere Chance der Armut zu entkommen und Arbeit zu finden – auch abseits des Fußballs.“

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