Gutes Leben mit Demenz

Erstellt von Maria Katharina Moser, am 24. März 2016.
Tags: IöThE, Demenz, Tipps, Publikationen
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Das zweite Argumentarium des Institut für öffentliche Theologie und Ethik der Diakonie (IöThE) widmet sich dem Thema "Gutes Leben mit Demenz".
Gutes Leben mit Demenz - das Cover des iöThe Argumentariums
Das zweite Argumentarium des Institut für öffentliche Theologie und Ethik der Diakonie (IöThE) widmet sich dem Thema "Gutes Leben mit Demenz".

Derzeit leben in Österreich geschätze 130.000 Menschen mit Demenz, im Jahr 2050 werden es voraussichtlich 260.000 sein. Bislang gibt es keine wirksamen kausalen Therapien gegen Demenz, die Medizin kann lediglich die Symptome lindern und das Fortschreiten der Krankheit zeitweise verzögern.

Beides – Ausmaß und beschränkte Behandlungsmöglichkeiten – machen Demenz zu einer der großen gesundheits- und sozialpolitischen Herausforderungen der Gegenwart.

Demenz ist aber auch eine ethische Herausforderung, und zwar in mehrfacher Hinsicht:

  • In der Auseinandersetzung mit medizinethischen Fragen wie Therapiebegrenzung am Lebensende oder künstliche Ernährung müssen – in entsprechenden Fällen – demenzspezfische Fragen berücksichtigt werden.
  • Was sind gute Lebens-, Wohn- und Betreuungsformen für Menschen, die mit Demenz leben? Diese Frage beschäftigt sowohl Angehörige, als auch die Diakonie und andere NPOs, die Menschen mit Demenz unterstützen und betreuen.
  • Wie können Lebensqualität und Selbstbestimmung von Menschen, die mit Demenz leben, gefördert werden – und was bedeuten Lebensqualität und Selbstbestimmung angesichts kognitiver Einbußen?
  • Wie interpretiert und bewertet die Gesellschaft Demenz? Welches Menschenbild steht hinter der gesellschaftlich vorherrschenden Sicht von Demenz, was sind mögliche Alternativen?

Das Argumentarium diskutiert diese Fragen. Es stellt Diskurse und Argumente vor und kommentiert sie aus evangelischer Perspektive. Damit will Orientierung bieten und zur persönlichen ethischen Meinungsbildung anregen.

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Über das Institut für öffentliche Theologie und Ethik der Diakonie

Diakonie handelt im Dienst des Nächsten. Damit sie gut und richtig handelt, braucht Diakonie Reflexion. In ihrer Reflexion schöpft sie aus den Quellen der theologischen Ethik. Das Institut für öffentliche Theologie und Ethik der Diakonie (IöThE) macht  es sich zur Aufgabe, die theologischen und ethischen Grundprinzipien in der diakonischen Arbeit ins Bewusstsein zu heben, zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

In unregelmäßigen Abständen veröffentlicht das IöThE ein Argumentarium. Jedes Argumentarium greift ein ethisches Thema auf, das gerade in der gesellschaftlichen Debatte virulent ist. Mitte Jänner 2015 ist das erste Argumentarium zum Thema Sterbehilfe erschienen.

Mehr Infos: www.diakonie.at/ethik