Zivildienst in der Diakonie

Arbeit mit Spaß verbinden

Im "Haus der Jugend" in Rechnitz wohnen sogenannte "unbegleitete minderjährige Flüchtlinge", das sind junge Leute, die ohne Eltern geflüchtet sind, und noch unter 18 Jahre alt sind.

05.04.2017
Ein Tischfußball mit Spielern
Paul leistet seinen Zivildienst im Haus der Jugend ab und spielt dort am liebsten Tischfußball. (Foto: Pixabay)

Im "Haus der Jugend" in Rechnitz wohnen sogenannte "unbegleitete minderjährige Flüchtlinge", das sind junge Leute, die ohne Eltern geflüchtet sind, und noch unter 18 Jahre alt sind. Das Haus hat 36 Wohnplätze für Burschen im Alter von 14 bis 18 Jahren. Das Team des Haus der Jugend, sowie eine große Zahl ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Vereine aus der Region schaffen es laufend, für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge interessante und spannende Freizeit, Sport und Bildungsangebote zu initiieren.

Denn alle möchten den Burschen ein altersgerechtes Aufwachsen ermöglichen - trotz ihrer besonderen Situation. Außerdem soll den Jugendlichen die Integration in die österreichische Gesellschaft erleichtert werden, da sie nicht nur ihre Heimat, sondern natürlich auch sämtliche sozialen Kontakte und ihre ganze Sicherheit verloren haben. Der 20 jährige Paul C. arbeitet seit Oktober als "Zivi" im Haus der Jugend, und unterstützt die KollegInnen. Er erzählt im Interview über seine Erfahrungen:

Ein junger Mann blickt in die Kamera
Seit Oktober 2016 arbeitet Paul als Zivildiener im Haus der Jugend.

Warum hast du dich für den Zivildienst entschieden?

„Moralische und finanzielle Gründe.“

Was gefällt dir an deiner Arbeit? Wie gefällt es dir im Team?

„Die Arbeit ist abwechslungsreich und nicht besonders anstrengend. Ich habe viele Freunde gefunden, und das Essen ist einfach der Hammer ;) Und im Team fühle ich mich sehr wohl und respektiert.“

Was macht dir bei der Arbeit Spaß?

„Tischfußball mit den Jungs zu spielen.“

Wie schaut dein Tag aus? Was sind deine Aufgaben?

„Essen vorbereiten und ausgeben, Reinigung des Gebäudes, Wäsche waschen, Fahrten für die Jungs erledigen, Einkäufe tätigen.“

Was hast du gelernt?

„Bisschen Kochen, streng und konsequent aber auch gleichzeitig freundlich zu sein.“

Was machst du nach dem Zivildienst?

„Englisch und Informatik auf Lehramt studieren.“

Word Rap Icon

Das wichtigste im Wordrap

Hobbys?

Keyboard spielen, Freunde treffen, Computer spielen

SMS, WhatsApp oder Telefon?

Kommt darauf an, mit wem ich schreibe, aber generell eher WhatsApp

Letztes gelesenes Buch?

Die Bibel

Der letzte Song, den ich auf meinem MP3-Player gehört habe war:

Eddie James – I need you

Lieblingsgegend in Österreich:

Südburgenland

Wenn ich eine Frau wäre, dann…

würde ich nachschauen ob ich mein männliches Ich attraktiv finden würde.

Wenn ich heute zehn Millionen im Lotto gewonnen hätte, dann…

würde ich einen großen Anteil gewinnbringend anlegen, einen Teil meiner Familie geben, meinen Freunden Geschenke kaufen und den Rest spenden.

Mein Lieblingsschimpfwort lautet:

Du Bimbo

Ich kann nicht verstehen, dass…

Leute alles auf den Boden schmeißen, anstatt dass sie den Mülleimer benutzen.

Als Kind wollte ich immer schon…

Fliegen

In zehn Jahren werde ich…

der beste Englischlehrer sein

Du interessierst dich für den Zivildienst bei der Diakonie?

Österreichweit beschäftigt die Diakonie derzeit rund 200 Zivildiener! Du interessierst dich für unsere Arbeit? Informiere dich hier auf unserer Webseite oder schreib uns eine E-Mail an zivildienst@diakonie.at

Tipp: Erfahre mehr über die Erfahrungen unserer Zivildiener in unserer Blog-Serie „Hoffnungsträger in Zivil“