Von Gott und der Welt

Alle Eins

Innerhalb der Famile der Menschheit gibt es keine Rassen.

15.02.2014
Sitzende Spielfiguren (Foto: Pixabay)
Vor Christus gibt es weder Juden noch Griechen, weder Herren noch Sklaven. In Christus sind wir alle eins. (Foto: Pixabay)

Die Unterteilung der Menschheit in Rassen, vom Königsberger Philosophen Immanuel Kant 1775 erstmals vorgenommen, ist spätestens seit der Sequenzierung des menschlichen Genoms für die Wissenschaft obsolet. Im Gegenteil treten die größten genetischen Unterschiede innerhalb einer geographischen Population auf. Diese Erkenntnis hat die Wissenschafter aber herausgefordert, nach immer kleineren Differenzierungsmerkmalen zu suchen.

So kann aufgrund der Chromosomen, den Trägern der Gene, nun nachgeforscht werden, woher die Vorfahren von heute lebenden Menschen stammen. Und auch da zeigt sich Erstaunliches.

Vor Christus gibt es weder Juden noch Griechen, weder Herren noch Sklaven. In Christus sind wir alle eins.
Apostel Paulus

So findet sich in der in Mitteleuropa lebenden Bevölkerung der Nachweis, dass unsere Vorfahren scheints aus Finnland sowie von der iberischen und arabischen Halbinsel zugewandert sind. Das Bild der Menschheit, das sich heute zeigt, ist Ergebnis von unzähligen Wanderbewegungen und Migrationsströmen. Der Rassebegriff ist also obsolet, aber auch der Begriff eines Volkes hat keine biologische Grundlage, sondern ist ausschließlich ein politische Konstrukt. Bestätigt hingegen kann sich der Apostel Paulus sehen, der schon vor 2000 Jahren gemeint hat, dass für Christen Rassismus tabu ist: Da dürfen diese Unterschiede keine Rolle spielen. „Vor Christus gibt es weder Juden noch Griechen, weder Herren noch Sklaven. In Christus sind wir alle eins."

„Von Gott und der Welt“, die Kolumne von Michael Chalupka, erscheint jeden Samstag in der „Krone".