Stoppen wir das Sterben im Mittelmeer

24.000 Stimmen sagen: Wir sind #gegenUnrecht

Die Initiative „Gegen Unrecht“ fordert von der österreichischen Politik mehr Einsatz zum Schutz von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer. Mehr als 24.000 Menschen haben die Online-Petition bereits unterschrieben.

23.04.2015
  • Kerzen bei der Kundgebung "Gegen Unrecht"
    Bei der Kundgebung "Gegen Unrecht" wurde mehr Solidarität mit Flüchtlingen gefordert.
  • Jugendorganisationen setzen beim FlashMob symbolische Papierschiffe ins Wasser.
    Jugendorganisationen setzen beim FlashMob symbolische Papierschiffe ins Wasser
  • Die Initiative Gegen Unrecht macht Solidarität mit Flüchtlingen sichtbar
    Die Initiative „Gegen Unrecht“ fordert von der österreichischen Politik mehr Einsatz zum Schutz von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer.

1.100 Menschen sind innerhalb weniger Tage auf der Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrunken. Die Tragödie lässt niemanden kalt. Vergangenen Montag versammelten sich hunderte Menschen am Minoritenplatz in Wien, um ihre Solidarität bei einer Kundgebung zu zeigen.

Michael Chalupka spricht bei einer Kundgebung der Initiative #GegenUnrecht.
Das Sterben im Mittelmeer ist das Ergebnis europäischer Verantwortungslosigkeit“, kritisiert Michael Chalupka bei einer Kundgebung.

„Die Politik der europäischen Regierungen, die Aktion `Mare Nostrum´ einzustellen, hat, wie zu erwarten war, zu hunderten Toten geführt. Eine Politik, die mit dem Tod von Menschen als Mittel der Abschreckung rechnet, ist verantwortungs- und gewissenlos“, kritisierte Diakonie-Direktor Michael Chalupka bei dieser Kundgebung. „Das Sterben im Mittelmeer ist das Ergebnis europäischer Verantwortungslosigkeit.“

Die Initiative „Gegen Unrecht“ macht Solidarität sichtbar

Seither sammelt die Initiative „Gegen Unrecht“ mit einer Online-Petition Unterschriften, um die Politik zum Handeln zu bewegen. Jede Unterschrift ist ein Zeichen, dass die Politik nicht aus ihrer Verantwortung entlassen wird, endlich Maßnahmen für den Schutz von Menschen auf der Flucht zu setzen.

Ein erster Zwischenerfolg ist bereits sichtbar: Innerhalb von zwei Tagen haben mehr als 20.000 Menschen die Petition unterstützt. Doch nicht nur bei der Unterschriftenaktion wird die Solidarität mit Flüchtlingen spürbar. In den sozialen Medien melden sich unter dem Hashtag #GegenUnrecht immer mehr Menschen zu Wort und fordern eine Trendwende in der Asylpolitik ein. Neben den Trägerorganisationen der Initiative (Caritas, Diakonie, Amnesty International, SOS Kinderdorf und Rotes Kreuz) haben sich bereits zahlreiche weitere Organisationen, Interessensvertretungen, Glaubensgemeinschaften und Jugendverbände der Aktion angeschlossen.

Sie alle unterstützen die Forderungen zum Schutz von Flüchtlingen:

  1. Sofortige Wiedereinführung der Rettungsaktion Mare Nostrum 2.0 mit Rettungsbooten durch gemeinsame Mittel aller EU-Mitgliedsstaaten im Mittelmeer
  2. Sicheren und legalen Zugang für schutzsuchende Menschen, um in Europa Asyl zu beantragen
  3. Rasche Einberufung eines EU-Gipfels der EU-Regierungschefs gemeinsam mit der Zivilgesellschaft um eine gemeinsame, menschliche europäische Flüchtlingspolitik zu erreichen.

So kann man mithelfen

Jetzt heißt es dran bleiben. Und es gibt viele Möglichkeiten, wie man die Initiative unterstützen kann: