Von Gott und der Welt

100 Jahre Nächstenliebe

Über 200 Wienerinnen und Wiener werden im Jahr 2014 ihren hundertsten Geburtstag feiern.

01.02.2014
Norbert Karvanek schneidet in der Küche des Häferls Gemüse (Foto: Luiza Puiu)
Norbert Karvanek leitet das Häferl, eine Einrichtung für Menschen in Not der Stadtdiakonie Wien (Foto: Luiza Puiu)

In die Monarchie hineingeboren, erlebten sie eine Kindheit im Krieg, die 1.Republik,  den Anschluss, die Verheerungen des 2.Weltkriegs, Not und Wiederaufbau und die Zeiten der Prosperität. Die Stadtdiakonie Wien überblickt denselben Zeitraum. Diese Woche wurde Geburtstag gefeiert.

Doch viel Zeit zum Feiern blieb nicht: Schnee und Kälte machen die Lage vieler Menschen in Not noch prekärer. Die Nachfrage nach einem warmen Platz und warmen Essen ist groß, der Andrang im ´s Häferl, dem Lokal der Stadtdiakonie, ist enorm.

Wir sind keine Ausspeisung, wir servieren unseren Gästen das Essen, der Unterschied ist uns wichtig!
Norbert Karvanek

Die Zahl der servierten Menüs im Häferl ist in den letzten Jahren stark gestiegen: Die Summe an warmen Essen im Häferl habe sich in zwei Jahren beinahe verdoppelt. Waren es im Jahr 2011 noch 14.067 Essen, so sind es jetzt annähernd 35.000 Portionen, die serviert wurden. 2004 waren es noch 5027. Zwischen 100 und 300 Menschen werden an vier Tagen pro Woche im Häferl mit Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise versorgt. „An diesen Tagen bieten wir jedem Gast gratis Essen an, wir verteilen bei Bedarf Kleidung und bieten Raum für soziale Kommunikation und Beratung", erläutert der Leiter der Einrichtung Norbert Karvanek. „Wir sind keine Ausspeisung, wir servieren unseren Gästen das Essen, der Unterschied ist uns wichtig!“ Spenden und Hilfe beim Kochen sind notwendig, heute wie vor hundert Jahren.

„Von Gott und der Welt“, die Kolumne von Michael Chalupka, erscheint jeden Samstag in der „Krone".

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